Anna

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5 thoughts

  1. Liebe Anna, liebes Filmteam
    Ich komme gerade aus dem Kino und bin sehr berührt. Das ist ein mutiger Film. Anna, vielen Dank, dass Sie wegen des Films noch einmal die alten Erinnerungen hervorholen. Ja, nur aufgrund Ihrer Fähigkeit zur Dissoziation haben Sie überlebt. Das kann nur verstehen, wer das selber so gemacht hat. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute auf Ihrem Weg des Heilens und des Lebens Ihrer Träume. Ich bin selber aufgrund eines Gewaltverbrechens in die Schweiz gekommen (nicht durch Frauenhandel, sondern durch eine andere Ursache) und merke immer wieder aufs Neue, dass gerade die Berge und die Seen Kraft und Lebensfreude spenden. Deshalb fand ich es so beeindruckend, dass das Filmteam Sie gerade dahin mitgenommen hat. Die Illustrationen sind sehr gut. Der ganze Film ist sehr gut gemacht. Ich hoffe, dass viele Menschen diesen Film anschauen, damit die Menschen noch mehr lernen Hinzuschauen. Lieben heisst eben manchmal auch weniger Angenehmes oder sogar Grauenvolles mitzutragen, wenn solch ein Schicksal einem geliebten Menschen widerfahren ist. Ich wünsche mir, dass wir Menschen diese Eigenschaft noch stärker lernen.
    Mit vielen Grüssen
    Heike H.
    PS: Bitte schaut Euch mal das Eingabefeld des Kommentars an. Es ist (fast) nicht zu lesen, was man in den Feldern oben eingeben soll.

  2. Zwang zur Prostitution ohne Konsequenzen für die Zuhälter und Menschenhändler ?
    Obwohl dieses Verbrechen tagtäglich in unserer Schweiz passiert, wird selten ein Menschenhändler und Zuhälter angezeigt und verurteilt, da die Opfer kaum wagen zur Polizei zu gehen um Anzeige zu erstatten. Es droht die Ausweisung als illegal Eingereiste und die Rückkehr zu ihrer Familie ohne das erhoffte Geld.
    Junge Frauen aus armen Ländern suchen nach einer Verdienstmöglichkeit in der EU oder in der Schweiz, um die Not ihrer Familien in der Heimat etwas lindern zu können. Skrupellose Menschenhändler nützen diese Not schamlos aus, versprechen diesen Frauen und Mädchen eine seriöse Arbeit und locken sie so in die Schweiz. Hier erwartet diese Frauen aber der blanke Horror. Ihre Pässe und Rückreisetickets werden vom Zuhälter weggesperrt, die Frauen und Mädchen vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen, bei Weigerung geschlagen und gedemütigt. Vom Verdienst sehen sie wenig bis nichts, da sie “die hohen Einreise- und weitere Kosten” an die Zuhälter abzahlen müssen. Noch schlimmer: Selten wagt eine dieser Frauen zur Polizei zu gehen und ihre Peiniger und Ausbeuter anzuzeigen, da sie dann sofort wegen illegaler Einwanderung in ihre Heimat abgeschoben werden, wo sie seelisch zerstört und ohne das erhoffte Geld bei ihren Familien eintreffen.

    Da gäbe es doch eine einfache Lösung: Jede Frau, die bei der Polizei eine begründete Anzeige einreicht, wird zwar in ihre Heimat zurück geschickt (Gesetz ist Gesetz), aber mit einem sehr hohen Schmerzensgeld auf Kosten des Menschenhändlers, des Zuhälters. Dieser wird verurteilt, der Frau für jeden Tag in seinem Dienste Fr. 500.- zu bezahlen. Oder: eine Pauschale von z.B. Fr. 100’000 oder Fr. 200’000, je nach Dauer und Umständen. Bei Zahlungsunfähigkeit wird sein Eigentum belangt, das er dieses ja mit dem Missbrauchs-Geld erworben hat: seine teuren Autos, Luxusappartement etc. Voraussetzung wäre eine einfache, rasche Anpassung unserer Strafgesetze.
    Sehr schnell würden diese skrupellosen Menschen von ihrem üblen Geschäft ablassen! Nur so erreichen wir endlich das Ziel der Unterbindung von Menschenhandel, Ausbeutung und sexueller Erniedrigung. Und wie wissen dann die Prostituierten von dieser neuen Möglichkeit? Vorschlag: Die Bordelle werden durchkämmt und jeder Frau wird eine solche Info in die Hand gedrückt.

    Klar, dass von diesem „schnellen Geld“ auch freiwillige Prostituierte aus dem Ausland mittels einer Anzeige Gebrauch machen würden. Warum nicht? So würden diese Sexarbeiterinnen endlich wie Menschen behandelt, erhalten Sozialleistungen, Pensionskassen-, Arbeitslosen- und AHV- Betriebsunfall-Beiträge, Kündigungsschutz, Anstellungsverträge etc. Und die Zahl der skrupellosen Zuhälter würde rasch abnehmen.

  3. Anna du bist so tapfer denn du hast ein Kapitel geöffnet das die meisten Menschen verschweigen.
    Vielen lieben Dank das du ein wenig Licht in das dunkle gebracht hast .
    Es ist ja bei uns und es wird verschwiegen und du hast es einfach verfilmt.

    Du bist so grossartig.

    Würde mich freuen von dir zu hören.

    Grüsse aus Basel.

    Und wünsche dir alles gute für deine Zukunft.

    Tl73@mail.com

  4. Der Film hat mich sehr bewegt! Anna ist eine so starke Frau und Persönlichkeit!
    Liebe Anna, ich teile deine Meinungen und Ansichten.
    Für Aussenstehende ist die Geschichte einer Person und deren Gefühlslage/n oft schwer nachvollziehbar. Es ist einfach, im Nachhinein zu sagen, dies oder jenes hätte anders gemacht werden können. Es zeigt die Ohnmacht und das Verweigern der Realität der fragenden und Rat-Schlägen erteilenden Umwelt. Dass Menschen mit Schicksalen Ablehnung erleben (sozusagen als beschädigtes Wesen nicht mehr ins Weltbild und in die Familie passen), finde ich besonders abscheulich. Familie ist generell überbewertet: sie ist eine Schicksalsgemeinschaft – wenn du in der Familie Freundschaft, Liebe, Akzeptanz und Verständnis findest, dann bist du ein Glücksmensch. Liebe Anna, ich wünsche dir Kraft hier in der Schweiz. Hier leben Menschen, die sind verständnisvoll und liebevoll. Sie bilden die unsichtbare Familie von Gleichgesinnten! Lass dich mindestens in Gedanken aus der Ferne umarmen! Zoe

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